Das Jahr 2004 aus der Sicht der Jugendfeuerwehr Vorbeck/Kambs

Das vergangene Jahr gestaltete sich für die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Vorbeck/Kambs nicht immer ohne kleinere Komplikationen. Die junge Truppe musste immer mehr leisten und die langsam aber sicher wegfallenden älteren Mitglieder ersetzten. Dass das nicht immer ohne Probleme funktionieren kann ist wohl jedem klar. Trotzdem sorgten besonders die jüngsten Kameraden immer wieder für eine Überraschung und waren stets mit großem Eifer bei der Sache. Aber auch der ein oder andere Preis wurde errungen und sorgte immer weider für gute Stimmung und ein gesundes Lächeln auf den Lippen der Feuerwehrwehrleute.

 

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Vorbeck/Kambs bei der Siegerehrung.Vorbeck/Kambs und Schwaan lieferten sich fairen Wettkampf

Beim diesjährigen Amtsausscheid am 08. Mai in Rukieten schnitten die Kameraden aus Vorbeck und Kambs sehr erfolgreichsten ab.
Neben den acht aktiven Feuerwehren aus dem Amt Schwaan traten leider nur die Jugendfeuerwehren aus unserer Gemeinde und aus Schwaan gegeneinander an.
Als erste Disziplin waren die vier Feuerwehrknoten: Pfahlstich (Rettungsknoten), Mastwurf, Kreuzknoten und der Zimmermannstick einmal mit dem Leinenbeutel und einmal mit einem einfachen Strick zu binden. Auch die Kameraden der Jugendfeuerwehr aus Vorbeck und Kambs wurden hier wieder ihrem Ruf als "Knotenexperten" gerecht und belegten ohne Fehler den ersten Platz und ließ Schwaan eindeutig hinter sich.
Da man in diesem Jahr wieder einmal die Regeln änderte, konnte keiner den Verlauf der zweiten Disziplin des Tages, dem Sauglängenkuppeln, abschätzten.
Bei unserer Jugendabteilung lief es noch nicht ganz rund, die Aufregung und die mangelnde Praxis reichten aber trotzdem zu dem sehr guten zweiten Platz. Nachdem die aktiven Kameraden ihren Löschangriff beendet hatten und die Zieleinrichtungen den Bedingungen der Jugendfeuerwehren angepasst waren, bereiteten sich die Jugendfeuerleute sehr sorgfältig auf den anstehenden Wettkampf vor. Die neue TS wurde auf der Startplattform platziert und hatte nun ihre erste Bewährungsprobe in einem Wettkampf zu meistern.
Alle gingen an die Startlinie, die Aufregung stieg und plötzlich ertönte das Startsignal. Die sieben KameradenDie Jugendfeuerwehr beim Löschangriff. stürmten zu ihren Schläuchen und zogen sie so schnell es nur ging bis zu den Zieleinrichtungen.
Auch die neue TS zeigte sich mal wieder von ihrer besten Seite. Trotzdem reichte es nicht, die wesentlich größere Konkurrenz aus Schwaan holte sich die besseren Zeiten und sicherte sich somit den ersten Platz.
Die junge Truppe tat alles was in ihrer Macht stand, doch gegen den wesentlich ältere Truppe der Schwaaner Jugendfeuerwehr waren sie nicht gewachsen. Trotzdem erzielten sie eine gute Zeit und belegten somit den sehr guten zweiten Platz.
Gegen 13.00 Uhr ging also ein überaus erfolgreicher Tag für die Freiwillige Feuerwehr Vorbeck/Kambs und ihre Jugendabteilung zu Ende. Als Resultat standen für die Jugendabteilung ein erster Platz und zwei zweite Plätze. So machten sich alle mit einem positiven Gefühl auf den Heimweg.

Endergebnis Jugendfeuerwehr

Stiche und Bunde Sauglängenkuppeln Löschangriff
Erster Vorbeck/Kambs Schwaan Schwaan
Zweiter Schwaan Vorbeck/Kambs Vorbeck/Kambs

 

8. Tretbootwettbewerb in Rerik

Am 22.05.2004 fuhr die Jugendfeuerwehr Vorbeck/Kambs wie in den vergangenen Jahren auch zum 8. Tretbootwettbewerb nach Rerik. Es galt wieder die drei Disziplinen Löschangriff, Spiele ohne Grenzen und das Tretbootrennen auf dem Reriker Haff zu absolvieren.
Insgesamt war die Resonanz wie immer sehr groß und die Veranstalter konnten 22 teilnehmende Wehren zählen. Für uns begann der Wettbewerb gleich mit dem Löschangriff. Gerade für unsere jüngsten Kameraden ist dies wohl immer die spannendste aber wohl auch schwierigste Disziplin. Besonders dass schnelle kuppeln der A-Längen oder das Ziehen des Verteilers mit den B-Schläuchen fordern von den teilweise erst 10 jährigen Knirpsen alles ab. So kann dann auch schon ein kleines Missgeschick große Folgen haben.
Bei uns wollten die A-Längen nicht so recht zusammen bleiben und somit war die ganze Übung erfolglos. Erst beim zweiten Versuch funktionierte alles mehr oder weniger reibungslos und zum Schluss konnten wir uns doch noch mit dem 16. Platz zufrieden geben. Auch bei den anderen beiden Wettkämpfen lief bei uns nicht alles glatt und am Ende standen dann, nach kleinen Problemen, ein 19. Platz im Tretbootrennen und der 20. Platz bei den Spielen ohne Grenzen.
Insgesamt waren wir aber dennoch alle mit dem Tag recht zufrieden und das schon fast traditionelle Eis nach dem Wettkampf zauberte auch in die letzten mürrischen Gesichter ein fröhliches Lachen.

 

Besuch des Landesfeuerwehrmuseums in Meetzen

Neben den alljährlichen Wettbewerbsbesuchen und Schulungen in der Jugendfeuerwehr gehören natürlich auch Ausflüge oder Zeltlager zum hoffentlich "normalen Feuerwehralltag". So haben wir in diesem Jahr abgesehen vom zweitägigen Zeltlager in Vorbeck im September noch einen Ausflug zum Landesfeuerwehrmuseum in Meetzen gemacht. Hier wird insbesondere die Feuerwehrentwicklung seit 1850 und der DDR gezeigt. Ziel ist es, das Feuerlöschwesen dieser Zeiten zu erforschen, zu dokumentieren, auszustellen und für spätere Generationen als Kulturgut zu erhalten.

Das Museum zeigt auf einer Fläche von ca. 1500m² mehr als 5000 Einzelexponate, darunter über 40 Fahrzeuge und 25 Anhänger. So werden alle bei der Feuerwehr vorkommenden Leitern gezeigt, Uniformen, Orden, Schläuche, Strahlrohre, Literatur und Tragkraftspritzen.
Und genau diese Vielfalt zu bewundern war das Ziel unseres Ausflugs. Bei einer ausgedehnten Führung präsentierte uns der Museumsleiter alle Raritäten und hatte auch zu jedem Stück eine auflockernde Geschichte parat.

Uns Betreuer interessierte wohl am meisten die alte Technik, wohingegen unsere Kids einfach schon von den vielen großen roten Autos begeistert waren. Nichts desto trotz mussten sie ihr aufgeschnapptes Wissen bei einem kleinen Test auf die Probe stellen. Nach diesem spannenden Erlebnis freuten sich alle auf die heiße Bratwurst und machten sich müde aber freudestrahlend auf den langen Heimweg.

 

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