Das Jahr 2006 aus der Sicht der Jugendfeuerwehr Vorbeck/Kambs

Das vergangene Jahr war für die Jugendfeuerwehr Vorbeck/Kambs sehr ereignisreich. So konnten bei zahlreichen Wettbewerben viele Erfolge erzielt werden. Nach dem Sieg beim Löschangriff im letzten Jahr konnten wir auch 2006 diese Disziplin des Amtsausscheides wieder für uns entscheiden. Doch der größte Erfolg stand uns da noch bevor. Bei der Teilnahme am Tretbootrennen in Rerik konnten wir nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der TS beim Löschangriff das Tagesergebnis doch noch retten. Beim Tretbootrennen konnten wir zum ersten Mal in unserer Geschichte den goldenen Wanderpokal mit nach Vorbeck nehmen.
Als weiterer Höhepunkt des Jahres stand zum zweiten Mal der Tag der Berufsfeuerwehr auf dem Dienstplan. Wieder wurde das Gemeindezentrum zur Einsatzzentrale umfunktioniert und der ein oder andere Einsatz erwartete die jungen Kameraden.
Zum Jahresabschluss gab es dann bei der Weihnachtsfeier noch eine große Überraschung. So bekam jeder vom Weihnachtsmann ein T-Shirt und ein Basecap mit der Aufschrift „Jugendfeuerwehr Vorbeck/Kambs“.

 

Amtsausscheid in Werle

Am 13. Mai 2006 fuhren wir zusammen mit unserer aktiven Wehr zum diesjährigen Amtsausscheid nach Werle. Es galt sowohl für die Aktiven als auch für unsere Jugendfeuerwehr den Sieg im Löschangriff aus dem letzten Jahr zu wiederholen.
Zu Beginn stand für uns die Disziplin Stiche und Bunde auf dem Programm. Hier klappte dank der guten Vorbereitung alles reibungslos und der erste Platz war uns sicher. Wie im letzten Jahr auch wurde bei den großen Feuerwehrleuten das PA-Geräte anlegen auf Zeit und Richtigkeit gefordert. Dies ist natürlich für Jugendfeuerwehrleute nicht möglich, weshalb es für uns als Ersatz eine kleine Hindernisstrecke mit anschließendem Kübelspritzeneinsatz gab. Hier mussten wir uns leider den Schwaaner Jugendfeuerwehrkameraden knapp geschlagen geben.
Nichtsdestotrotz gingen wir hoch motiviert zur Königsdisziplin, dem Löschangriff, über. Im ersten Lauf konnten wir die Konkurrenten noch nicht bezwingen. Nur wenig später begannen auch die Signalleuchten auf unseren Zieleinrichtungen zu leuchten. Alles hing nun vom zweiten Durchgang ab. Noch einmal machten wir uns hoch konzentriert an den Start. Alle gaben ihr Bestes und es funktionierte. Wir waren die schnellste Mannschaft. Zum zweiten Mal in Folge holten wir den Pokal für den Löschangriff nach Vorbeck. Ein rundum gelungener Tag.

Endergebnis Jugendfeuerwehr

Stiche und Bunde Kübelspritze Löschangriff
Erster Vorbeck/Kambs Schwaan Vorbeck/Kambs
Zweiter Schwaan Vorbeck/Kambs Schwaan

 

Ein erlebnisreicher Tag mit versöhnlichem Ende

Löschangriff flopp - Tretboot topp

Am Samstag, den 27.05.06, machten wir uns auf den Weg zum 10. Tretbootwettbewerb nach Rerik. Das regnerische Wetter am Morgen erhöhte sicherlich bei keiner der 21 teilnehmenden Wehren die Lust auf die drei Disziplinen Löschangriff nass, Spiele ohne Grenzen und das Tretbootrennen auf dem Salzhaff. So erging es auch der Jugendfeuerwehr Heiligenhafen, die extra aus Schleswig-Holstein angereist war.
Nach der Begrüßung gegen 9.00 Uhr konnten wir mit dem ersten Wettbewerb starten. Leider wurde aus dem Löschangriff nass auf Grund technischer Probleme nur eine Trockenübung. Nach einer deftigen Stärkung mit Nudelsuppe und Bratwurst musste der Hindernisparcours der Spiele ohne Grenzen bewältigt werden. Hier galt es mit unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln einen Slalom zu absolvieren. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, war das Essen einer trockenen Knäckebrotscheibe nach jeder Runde Pflicht.
Schließlich stand für uns Vorbecker und Kambser Jugendfeuerwehrkameraden noch das Tretbootrennen auf dem Programm. Bei schönerem Wetter am Nachmittag erlebten wir bei der Siegerehrung die Schmach eines letzten Platzes im Löschangriff, die verhaltene Freude über einen mittleren Platz bei den Spielen ohne Grenzen und den überwältigenden Jubel über einen unerwarteten ersten Platz beim Tretbootrennen. Die einstündige Heimfahrt erschien mit dem großen Wanderpokal im Arm wesentlich kürzer.


 

Bundeswettbewerb in Tessin

Am vergangenen Samstag, den 1. Juli 2006, machten sich die Jugendfeuerwehr Vorbeck/Kambs und Schwaan gemeinsam auf den Weg zum Bundeswettbewerb in Tessin. Wie im letzten Jahr traten beide Wehren als eine Mannschaft an.
Bei wunderschönem Wetter musste zuerst der B-Teil absolviert werden. Dieser besteht aus einem 400 Meter Staffellauf mit mehreren Hindernissen. So muss beispielsweise ein 15m-C-Druckschlauch von einem Kameraden aufgerollt werden. Ein weiterer Jugendfeuerwehrmann muss über eine Bank laufen und der Schlussläufer einen Leinenbeutel durch ein 8m entferntes Tor werfen. Nachdem hier alles fast perfekt funktionierte, ging es nach einer kurzen Pause gleich mit dem A-Teil, einem Löschangriff trocken mit der Wasserentnahmestelle Unterflurhydrant weiter. Zwar lief bei dieser Disziplin noch nicht alles ganz rund, aber trotzdem gaben alle ihr Bestes.
Nachdem die 14 angereisten Teams aus dem Landkreis Bad Doberan und der Stadt Rostock alle Wettbewerbe beendet hatten, folgte schließlich die Siegerehrung. Die Jugendlichen aus Vorbeck, Kambs und Schwaan durften sich über den 10. Platz freuen. Allerdings liegen in diesem Bereich die Ergebnisse so nah beieinander, dass bereits wenige Punkte Unterschied über mehrere Plätze entscheiden.
Sieger wurde wie im letzten Jahr die Jugendfeuerwehr Reddelich und vertritt nun den Landkreis Bad Doberan auf Landesebene.

 

Tag der Berufsfeuerwehr 2006

Vom 14. bis 15. Oktober war es dann mal wieder so weit. Zum zweiten Mal veranstalteten wir in Vorbeck den Berufsfeuerwehrtag und die Kinder und Jugendlichen wurden für knapp 24 Stunden zu Berufsfeuerwehrleuten. Das Gemeindezentrum wurde dazu zur Einsatzzentrale umfunktioniert. Neben der theoretischen Ausbildung mit Elementen aus der Feuerwehrgrundausbildung gab es natürlich auch wieder den ein oder anderen Einsatz für die jungen Kameraden.
Gegen 17 Uhr ertönte die Sirene zum ersten Mal. Über die Leitstelle wurde ein Schuppenbrand in Vorbeck mit Personen in Gefahr gemeldet. In kurzer Zeit rückten wir mit Blaulicht und Sirene aus. Nach dem Einsatzbefehl durch die Gruppenführerin begannen die jungen Kameraden umgehend mit den Rettungs- und Löscharbeiten. Eine ohnmächtige Person, oder besser eine Holzpuppe, musste aus dem verqualmten Schuppen gerettet werden. Hierbei handelte es sich natürlich nicht um ein echtes Feuer, der Qualm stammte aus einem Nebelgerät.
Die Löschwasserversorgung von der TS bis zum Verteiler stellten wir mit unserem Schlauchanhänger her und begannen zügig mit der Brandbekämpfung. Unter dem Einsatz von 3 Strahlrohren war der Brand schnell unter Kontrolle und nach kurzer Zeit gelöscht.
Am späten Abend wurden wir dann erneut alarmiert. In Kambs sollten wir eine verwirrte Person suchen. Nach einer kleinen Irrfahrt aufgrund fehlerhafter Angaben durch den Anrufer bei der Leitstelle und einer kurzen Rückfrage bei dieser, konnten wir die Person schließlich aufgreifen und unbeschadet zu Hause abliefern.
Nach einer ruhigen Nacht ertönte die Sirene am nächsten Morgen kurz nach dem Frühstück schließlich ein drittes Mal. Eine Plüschkatze saß auf dem Dach eines hohen Gebäudes in Vorbeck fest und musste mit Hilfe der Steckleiter von den Kameraden der Jugendfeuerwehr gerettet werden. Damit auch alle auf ihre Kosten kamen, brachte sich die Katze immer wieder in die missliche Lage und konnte von jedem Kameraden einmal gerettet werde.
Das war dann auch der letzte Einsatz für dieses Wochenende. Die Berufsfeuerwehr Vorbeck/Kambs meldete sich gegen Mittag bei der Leitstelle ab und freut sich auf das nächste Jahr. Mal sehen welche Einsätze dann auf die jungen Kameraden warten.

 

Erste Hilfe mit dem DRK

Im November 2006 absolvierte die Jugendfeuerwehr zusammen mit einigen Kameraden der aktiven Wehr einen 2-tägigen Erste Hilfe Kurs unter Leitung des DRK. Im Gemeindezentrum ging es um die wichtigsten Themen der Ersten Hilfe. Wie verhalte ich mich wenn ich eine in Not geratene Person finde? Welche Telefonnummer gehört zum Rettungsdienst und zur Feuerwehr? Was verbirgt sich hinter den 5 W-Fragen? Und vieles mehr…
Unter voller Mitwirkung aller Kameraden wurde dann auch kräftig geübt. So stand unter anderem die neue und alte stabile Seitenlage und auch die Herz-Lungen-Wiederbelebung auf dem Programm. Die Kinder und Jugendlichen konnten hier gar nicht genug bekommen und trainierten selbst während der Mittagspause. Der zweite Termin widmete sich nun ganz der Versorgung von Wunden aller Art. Hierbei bereitete das Anlegen von Verbänden ganz besonderen Spaß. Am Ende des Kurses bestand die Jugendfeuerwehr also nur noch aus gut ausgebildeten Ersthelfern.