Das Jahr 2007 aus der Sicht der Jugendfeuerwehr Vorbeck/Kambs

Ein ereignisreiches Jahr ist wieder einmal zu Ende und es wird Zeit zurück zu blicken. Was ist alles passiert, woran erinnert man sich gerne und was möchte man lieber vergessen?! Zum Glück gibt es vom letzteren nur sehr wenig und die positiven Eindrücke überwiegen.
So nahmen wir wieder an zahlreichen Wettbewerben wie dem Tretbootwettbewerb in Rerik teil und präsentierten uns auch beim Amtsausscheid auf heimischem Boden überaus erfolgreich. Neben den Wettbewerben und dem "normalen" zweiwöchentlichen Dienst standen aber auch Ausflüge ins Schwimmbad nach Wismar, eine Radtour über Kambs, Letschow, Passin zurück nach Vorbeck, bei der besonders die Kondition der Betreuer trainiert wurde, der Besuch der Science@Sail in Rostock und schon der dritte Tag der Berufsfeuerwehr in Vorbeck auf dem Programm.
Alles in allem ein erfolg- und ereignisreiches Jahr. Aber lest selbst wenn ihr mehr zu den einzelnen Aktivitäten unserer Jugendfeuerwehr erfahren wollt.

 

11. Tretbootwettbewerb in Rerik

- Wanderpokal leider nicht verteidigt, 3. Platz-

Am vergangenen Samstag, den 26.05.2007, fuhren wir, die Jugendfeuerwehr Vorbeck/Kambs, zum 11. Tretbootwettbewerb nach Rerik am Salzhaff. Es galt den im vergangenen Jahr gewonnenen Wanderpokal im Tretbootrennen zu verteidigen.
Neben uns waren noch 12 andere Jugendmannschaften angereist und wetteiferten in den drei Disziplinen Löschangriff nass, Spiele ohne Grenzen und dem Tretbootrennen.
Nach der herzlichen Begrüßung stand für uns zuerst der Löschangriff auf dem Programm. Da wir im letzten Jahr einen Ausfall der Pumpe verzeichnen mussten, war unsere Aufregung hier besonders groß. Trotzdem funktionierte fast alles reibungslos und wir konnten uns am Ende des Tages über den achten Platz freuen.
Als zweites kam das Tretbootrennen. Wir traten und paddelten so schnell wie wir konnten. Zwar gab es bei der Steuerung des einen Bootes kleinere Probleme, trotzdem erreichten beide Boote knapp nacheinander das Ziel und die bis dahin beste Zeit. Nun wurde es bei der Siegerehrung besonders spannend. Konnten wir den Wanderpokal ein zweites Jahr behalten oder mussten wir ihn weitergeben? Leider reichte es nicht ganz und wir durften uns nur über den dritten Platz freuen.
Zu guter letzt ging es für uns zu den Spielen ohne Grenzen. Zwei unserer Kameraden standen hier an einer Wanne in der Schaumstoffbälle mit Wasser getränkt werden sollten. Von hier aus mussten die Bälle über mehrere Mitspieler zu einem großen Eimer geworfen werden. Um dies ein wenig zu erschweren, sollten die Bälle unterwegs mit einem Helm gefangen werden. Anhand des Wasserstandes im Eimer wurde schließlich die Siegermannschaft ermittelt. Zwar hatten wir alle eine Menge Spaß bei dieser fröhlich nassen Übung, erreichten aber nur den zehnten Platz.
Bevor es nun zur Siegerehrung ging, machten wir noch einen kleinen Spaziergang zum Ostseestrand. Während die einen die Angler auf der Seebrücke bestaunten, waren andere damit beschäftigt ein wenig die Sonne zu genießen oder schöne Steine zu sammeln.
Danach gab es natürlich noch ein Eis und wir machten uns trotz des verlorenen Wanderpokals mit vielen positiven Eindrücken auf den Heimweg.

Sarah Zerbe, Jenny Bär, Stephan Bartling

Amtsauscheid in Vorbeck

- Vorbeck/Kambs wieder einmal beste Wehr im Amt –

Am vergangenen Samstag, dem 16. Juni war es nun endlich soweit, anlässlich unseres 70jährigen Jubiläums durften wir in diesem Jahr den Amtsausscheid der Feuerwehren des Amtes Schwaan ausrichten. Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten auf heimischem Boden den im letzten Jahr nur knapp verlorenen Wanderpokal im Löschangriff zurück erobern.
Doch bevor es mit der ersten Disziplin losging, erhielt unser Wehrführer Manfred Loebert für seine jahrelange Arbeit in der Feuerwehr die Ehrennadel in Silber vom Kreiswehrführer Maik Tessin und musste dafür später noch "Baden" gehen.
Aber nun ging es richtig los. Als erstes stand die Disziplin Motorkettensäge auf dem Programm. Hier musste sich ein Kamerad mit der dazugehörigen Schutzbekleidung ausrüsten und von einem Baumstamm ein Stück vorgegebener Breite absägen. Bei uns übernahm dies unser Maschinist Wolfgang Bogdanski. Er sollte ein Stück von 11,5cm abschneiden und erreichte mit 11,6cm die größte Übereinstimmung aller Starter mit dem Richtwert.
Da die Jugendfeuerwehrleute natürlich nicht mit Motorkettensäge arbeiten dürfen, wurde hier die gute alte Schrotsäge verwendet. Leider fehlte unseren Jüngsten noch ein wenig Augenmaß, so dass wir uns hier der Konkurrenz aus Schwaan geschlagen geben mussten. Trotzdem überzeugten wir mit einer ausgefeilten Sägetechnik.
Als nächstes musste das Schlauchkegeln absolviert werden. Hier waren erst die Kameraden der Jugendfeuerwehr an der Reihe. Es müssen die drei 15m C-Schläuche möglichst in das mittlere der drei Tore gerollte werden. Die Hintermänner(-frauen) rollen den Schlauch wieder auf und „kegeln“ dann erneut. Es wird die Zeit genommen und für jede Abweichung vom mittleren Tor gibt es eine Zeitstrafe. Nachdem die Schwaaner Jugendfeuerwehr ihr Können präsentierte waren auch unsere Jugendlichen an der Reihe. Es lief wirklich alles perfekt und von den ersten 3 Schläuchen trafen alle das mittele Tor. Nun wurden sie in Windeseile wieder aufgerollt und es konnte erneut gekegelt werden. Zwar ging ein Schlauch daneben aber trotzdem reichte es zu einem überragenden Sieg in dieser Disziplin.
Damit es die aktiven Kameraden nicht ganz so leicht haben, wird hier mit 20m B-Schläuchen und aus 10m Entfernung gekegelt. Alle Kameraden gaben ihr bestes und trotzdem ging der ein oder andere Schlauch daneben. Am Ende sollte es aber dennoch reichen und wir gewannen auch die zweite Disziplin des Tages.
Aber nun war es soweit, der Löschangriff rückte immer näher. Würden wir unsere guten Trainingszeiten bestätigen können und unseren Hauptkonkurrenten Schwaan erneut schlagen?!
Wie immer gelang uns der erste Durchgang nicht wirklich und blieben mit einer Zeit von 55,7 Sekunden weit hinter unseren Erwartungen zurück und auch die Schwaaner Wehr legte eine bessere Zeit vor. Trotzdem gingen wir hoch motiviert an den Start für den zweiten Lauf. Jetzt musste einfach alles klappen und es klappte auch. Nach einer Zeit von 43,4 Sekunden fingen die Rundumläuten der Zielgeräte an zu blinken. Wir hatten es geschafft, eine solche Zeit war noch keiner Wehr bei einem Amtausscheid gelungen. Nun lag alles an der Wehr aus Schwaan, würden sie diese Herausforderung erwidern und unsere Träume vom großen Pokal erneut platzen lassen? Nein, es reichte nicht, zwar verbesserten sie ihre Zeit ebenfalls erheblich, erreichten aber mit 45 Sekunden nur den zweiten Platz. Wir hatten es geschafft!! Nach 2005 können wir nun den Wanderpokal ein weiteres Jahr in Vorbeck behalten.
Trotzdem sollte die Spannung nicht abreißen, schließlich stand noch der Löschangriff der Jugendfeuerwehren auf dem Programm. Auch hier geht es um sehr viel. Schaffen wir es zum dritten mal in Folge diese Disziplin zu unseren Gunsten zu entscheiden, oder können uns die Schwaaaner Jugendlichen schlagen?
Hoch motiviert und konzentriert gingen die Jugendfeuerwehrkameraden an den Start. Gleich beim ersten Durchgang lief alles perfekt. Die A-Schläuche wurden schnell gekuppelt und das Wasser schoss durch die Schläuche nach vorn. Nach guten 49 Sekunden war alles vorbei. Die Zielgeräte blinkten und wir erstmal auf Platz eins. Nach dem Tausch der Bahnen wurde es aber noch einmal richtig spannend. Bei uns lief nicht alles glatt und die Schwaaner konnten uns um eine halbe Sekunde schlagen. Doch trotzdem reichte die Zeit aus dem ersten Durchgang und wir konnten uns über einen neuen Pokal freuen.
Ein ereignisreicher Tag neigte sich dem Ende. Gegen 18.30 Uhr begann die Siegerehrung. Mit den aktiven Kameraden konnten wir alle drei Disziplinen gewinnen. Eine super Leistung die vor uns noch nie erreicht wurde. Und auch die Jugendfeuerwehr steht der Einsatzabteilung in nichts nach, mit zwei ersten und einem zweiten Platz erreichten auch sie ein super Ergebnis vor heimischer Kulisse.

(Noch mehr Bilder gibt’s in der Galerie!)

Warum selbst Mehl brennt und der Drehimpuls
eine Erhaltungsgröße ist?!

- JFw zu Gast bei der Science@Sail -

Mit den Worten HanseSail kann wohl jeder aus Mecklenburg-Vorpommern etwas anfangen. Am zweiten Augustwochenende treffen sich alljährlich große und kleine Segelschiffe in Rostock. Doch was ist die Science@Sail??
Nun, wie der Name schon sagt, präsentiert sich hier die Wissenschaftsgemeinde in Rostock auf der HanseSail und versucht mit zahlreichen Veranstaltungen die interessierten Besucher von den Naturwissenschaften zu begeistern. Auch wir wollten dieses Angebot mit unserer Jugendfeuerwehr in Anspruch nehmen und machten uns am 11. August auf den Weg zum Physikalischen Institut der Universität Rostock. Hier konnte die Ausstellung des Vereins WissensMeer mit vielen Experimenten zum Anfassen und Selbermachen bestaunt werden. Doch auch die fachgerechte Erklärung kam hierbei nicht zu kurz und man konnte die betreuenden Studenten mit allen möglichen Fragen löchern.
Danach besuchten wir die Schauvorlesung – Die Rostocker Stadtphysikanten, im großen Hörsaal. Hier präsentierten die Studenten der Physik ihre ganz eigenen Sicht auf ihr Studienfach und begeisterten durch viele interessante Experimente eingebettet in eine lustige Story. So wurde unter anderem eine spektakuläre Mehlstaubexplosion gezeigt die auch für den angehenden Feuerwehrmann zur großen Gefahr werden kann. So können viele in fester Form als nicht brennbar geltende Stoffe in fein verteilter Form durchzünden.
Da nun wohl alle Jugendfeuerwehrmitglieder ihren Wissensdurst fürs erste gestillte hatten ging es noch gemeinsam in den Rostocker Stadthafen um sich mit einem leckeren Fischbrötchen zu stärken und die beeindruckenden Segelschiffe zu bestaunen.

 

Berufsfeuerwehr wieder im Einsatz

Bereits zum dritten Mal meldeten wir uns vom 10. bis 11. November bei der Leitstelle Vorbeck als Berufsfeuerwehr an und wollten gemeinsam ein spannendes Wochenende mit Ausbildung, Einsätzen und natürlich einer Menge Spaß und Aktion erleben.
Doch bevor man in den rauen Alltag eines Berufsfeuerwehrmannes entlassen werden kann, gehört natürlich eine Wiederholung der Einsatzgrundlagen zum Pflichtprogramm. Aber auch die Verständigung über Sprechfunk und die Grundlagen der Ersten Hilfe wurden wiederholt.
Noch bevor das erlernte vergessen werden konnte, alarmierte uns die Leitstelle auch schon zu unserem ersten Einsatz. Eine Kuh sollte in Kambs in der Warnow schwimmen und musste gerettet werden. Nachdem wir das Warnowufer etwa über 2 Kilometer absuchten und nichts außer ein par schwimmenden Müllsäcken entdecken konnten, hielten wir Rücksprache mit der Leitstelle. Diese kontaktierte den Anrufer erneut und teilte mit, dass es sich um eine Fehlalarmierung handelte.
Kaum waren die zweite Theoriestunde und das nachfolgende Abendessen, es gab übrigens leckere selbstgebackene Pizza, verdaut, ertönte die Sirene auch schon ein zweites Mal. Ein Lagerfeuer auf dem Gelände der Ferien Freizeit und Bildungsstätte in Vorbeck war außer Kontrolle geraten und musste gelöscht werden. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir das Feuer trotz technischer Probleme mit unserer TS unter Kontrolle und konnten weiteren Schaden verhindern. Bei diesem Einsatz in völliger Dunkelheit bewährten sich auch unsere Beleuchtungseinrichtungen. Trotzdem zeigten sich hier noch einige Schwächen in der Abstimmung unserer jungen Kameraden die aber durch die große Einsatzbereitschaft eines jeden wett gemacht wurden.
Die Nacht verlief auch ohne Einsatz recht unruhig. Bis alle Kameraden ihren eigenen Schlafplatz gefunden hatten und auch Ruhe eingekehrt war, verging viel Zeit. So blickte man am nächsten Morgen in größtenteils müde Gesichter die erst beim erneuten ertönen des Alarmtones wieder wach aussahen. In der Vorbecker Heide hatte ein Getreidetransporter einen Teil seiner Ladung in einer Kurve verloren. Nach einer Sicherung der Einsatzstelle wurde dieses mit Besen und Schaufel aufgenommen und anschließend dem Verursacher zur Verfütterung an seine Enten zurückgegeben.
Wieder zurück im Gerätehaus stand auch schon die Presse vor der Tür und wollte die jungen Kameraden und Kameradinnen bei ihrer Arbeit „Morgens um 10 in Vorbeck“ beobachten. Hier standen hauptsächlich Aufräumarbeiten auf dem Programm um das Fahrzeug wieder für „richtige Einsätze“ flott zu machen.
Alles in allem wieder mal ein gelungenes Wochenende!

(Noch mehr Bilder gibt’s in der Galerie!)